Driving Iron vs. Hybrid

Driving Iron Golf

Der ideale Transportschläger für Ihr Golfspiel

Für Transportschläge kommen verschiedene Schläger in Betracht. Dazu gehören neben Fairwayhölzern vor allem Driving Irons und Hybrids. Obwohl sich mit beiden Schlägerarten ähnliche Distanzen abdecken lassen, gibt es zwischen den beiden Varianten diverse Unterschiede – diese reichen von der Schlägerart über das Schlaggefühl bis hin zum Loft und Flugverhalten des Golfballs. Welcher Schläger besser zu Ihnen passt und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, haben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Driving Iron – die langen Eisen im Golfsport

Als Driving Iron oder Utility Eisen werden lange Eisen bezeichnet, die vom Eisen 3 bis zum Eisen 1 reichen können. Sie zeichnen sich durch einen dickeren Aufbau und weniger Loft als alle anderen Eisen in Ihrem Golfbag aus, sodass sich eine weitere Distanz erreichen lässt. Üblicherweise sind Driving Irons nur in den Golfbags von erfahrenen Spielern zu finden und werden in Anfängersets praktisch nicht angeboten – das liegt schlichtweg daran, dass diese Schläger fast keine Fehlerverzeihung haben. Das Anforderungsprofil ist durch den geringen Loft (zumeist zwischen 16° und 19°) besonders hoch, was vor dem Kauf berücksichtigt werden sollte.

Zu den maßgeblichen Eigenschaften von Utility Eisen zählt außerdem ein höheres Gewicht. Dadurch wird die Spinrate ebenfalls reduziert und die Flughöhe (im Vergleich zum Hybrid) herabgesetzt. Der Gewichtsschwerpunkt liegt hoch am Schlägerkopf und nah an der Schlagfläche, was wiederum für einen flachen Abflugwinkel sorgt. Wer den Golfball nicht mittig mit der Schlagfläche trifft, kann allerdings nur auf wenig Unterstützung hoffen – andersherum sorgt ein ideal getroffener Ball für viel Distanz „unter dem Wind“.

Hybrids – das Beste aus beiden Welten

Bei Hybrids handelt es sich hingegen um holzähnliche Schläger, die von der Kopfform an eine dünnere Variante des Drivers erinnern und für die Distanzüberbrückung auf dem Fairway konzipiert sind. Früher wurden sie übrigens als „Rescue“ bezeichnet, da sie sich ideal für „rettende“ Schläge aus dem Rough eignen. Hybrids werden wie Hölzer in unterschiedlichen Nummern angeboten und reichen (je nach Hersteller) zumeist von einem Hybrid 2 bis zu einem Hybrid 6. Das nimmt auch einen Einfluss auf den Loft, der zwischen 17° und 28° liegt.

Da die Kopfgröße bei Hybrids zwischen jener vom Driving Iron und Fairwayholz angesiedelt ist, verbinden diese Schläger ein mittleres Sohlendesign mit einer durchschnittlich hohen Schlagfläche. Das sorgt zwar für einen flachen Abflugwinkel, bringt aber auch eine hohe Spinrate und eine gute Fehlerverzeihung mit sich. Nicht zuletzt deswegen haben die meisten Golfer mindestens ein Hybrid im Gepäck. Selbst mit einer weniger hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit können Sie den Golfball aus weiteren Distanzen gezielt auf dem Grün platzieren, ohne dass ein flacher Eintreffwinkel zu einem Herunterrollen führen würde – auch dann, wenn Sie den Ball nicht genau in der Schlägerkopfmitte erwischen.

Driving Iron vs. Hybrid – wann nehme ich was?

Bei der Frage, welcher Schläger in welchen Situationen am besten geeignet ist, sollten Sie immer an Ihr eigenes Können auf dem Golfplatz denken – gehen Sie von einem üblichen Schlag aus, der auch seine Schwächen und Raum nach oben haben kann. Auf dieser Grundlage empfehlen sich Driving Irons und Hybride insbesondere in den folgenden Situationen:

  • Abschlag vom Tee: Für den Abschlag vom Tee stehen Ihnen diverse Schläger zur Verfügung, zu denen auch das Hybrid und das Driving Iron gehören. Im Gegensatz zum Driver bringt ein Hybrid weniger Distanz mit sich, was auf kürzeren Löchern oder bei Hindernissen in Ihrer Driver-Landezone Gold wert sein kann. Aber auch ein Eisen 2 oder Eisen 3 macht auf dem Abschlag eine gute Figur. Da es mit einem klassischen Eisenschwung (im Gegensatz zum flacheren Driver-Schwung) ins Spiel gebracht wird und einen kürzeren Schaft hat, kann die Treffsicherheit auf dem Fairway höher als beim Driver sein – das mag zwar ein paar Meter Distanz kosten, die Beständigkeit Ihres Spiels aber durchaus verbessern
  • Transportschlag vom Fairway: Auf dem Fairway können sich beide Schlägerarten die Waage geben. Driving Irons decken oftmals eine weitere Distanz ab, lassen sich aber schwieriger spielen. Hybrids sind fehlerverzeihender, können in der Schlagweite aber weniger Meter vorweisen. Daher sollten Sie bei diesem Schlag auf Ihre Spielstärke und Ihr individuelles Gefühl vertrauen – es gibt keine falschen und richtigen Antworten
  • Rettung aus dem Rough: Die frühere Hybridbezeichnung („Rescue“) deutet schon darauf hin, dass ein Hybrid Sie aus gefährlichen Lagen zurück auf das Fairway bringen kann. Die Form des Schlägerkopfes ist für das längere Gras optimal geeignet und schneidet regelrecht hindurch, was das Risiko für verzogene Schläge deutlich reduziert. Aus dem Rough hat das Hybrid also deutlich die Nase vorn
  • Golf in windigen Bedingungen: Bläst Ihnen der Wind auf dem Golfplatz um die Ohren, können sich flachere Flugbahnen mehr lohnen – was Sie an Wind auf dem Boden spüren, können Sie in der Luft getrost verdoppeln. Hohe Flugbahnen sind also windanfälliger und können schneller zu einem ungewollten Slice oder Fade wehren. Da Hybrids den höheren Ballflug erzeugen, können sie die schlechtere Wahl darstellen
  • Exakt anzuspielendes Grün: Können Sie das Grün vom Fairway aus schon sehen und wollen Sie es exakt anspielen, ist eine hohe Spinrate elementar – ansonsten rollt der Ball möglicherweise flach über das Grün hinaus. Utility Eisen lassen sich hinsichtlich des Spins weniger kontrollieren und trumpfen flacher auf. Deshalb sind „Angriffe auf das Grün“ mit einem Hybrid erfolgreicher
  • Spielstärke: Der wohl größte Faktor ist allerdings die Spielstärke. Wer keine profimäßigen Schlägerkopfgeschwindigkeiten erreicht oder noch in den Anfängen des Golfspiels steckt, kann deutlich stärker von einem Hybrid profitieren. Im Gegensatz zum Utility Eisen ist er deutlich einfacher zu treffen und fördert daher berechenbare Ergebnisse, die Sie nicht so leicht aus der Bahn werfen. Ist die Schlägerkopfgeschwindigkeit allerdings hoch und Sie sind im Golf bereits geübt, kann Ihnen ein Driving Iron noch mehr Distanz bringen – vorausgesetzt, Sie schwingen hart und verfehlen nur selten

Die Stärken und Schwächen beider Schlägerarten

Kurz zusammengefasst lässt sich also sagen, dass Hybrids und Driving Irons sich bezüglich ihrer Vor- und Nachteile ergänzen. Wo ein langes Eisen glänzt, schwächelt ein Hybrid – und andersherum. Daher sollten Sie die folgenden Stärken und Schwächen bei der Auswahl berücksichtigen:

  • Driving Iron: Die Stärken der Driving Irons liegen in der weiten Distanz, der geringen Flughöhe und der niedrigen Spinrate, sodass der Ball auf dem Fairway weiter ausrollt. Allerdings ist dieser Schläger kaum fehlerverzeihend und muss mittig getroffen werden, damit der Golfball gerade fliegt. Auch der niedrige Spin kann vor dem Grün zum Problem werden
  • Hybrid: Hybrids zeichnen sich hingegen durch eine mittelhohe Flugkurve und eine hohe Spinrate aus. Gleichzeitig sind sie fehlerverzeihend, was ebenfalls zu den Stärken gezählt werden kann. Als Schwäche gilt, dass die Flugdistanz geringer als bei Driving Irons ist und dass der Schlag flacher ausgeführt werden kann – das bereiten manchen Eisenspielern Probleme

Diese Hybrids werden für Anfänger empfohlen

Damit Sie als Anfänger weite Distanzen auf dem Fairway überbrücken können und gleichzeitig im Rough auf keine Probleme stoßen, empfiehlt sich die Anschaffung eines Hybrids. Wie bei allen anderen Schlägerarten sind insbesondere das Schlaggefühl, die Ausführung des Schafts und die Schaftlänge beim Kauf entscheidend. Werfen Sie außerdem einen Blick auf den Loft, der sich von Hersteller zu Hersteller und von Hybrid zu Hybrid unterscheiden kann. Für die ersten Schritte mit diesem Schläger sollte Sie auf eine der folgenden Varianten setzen:

  • Herren: Für das erste Golfequipment sollten Sie sich für ein Hybrid 4 entscheiden – das liegt im Mittelfeld der Hybride und ist von der Distanz mit einem kleinen Fairwayholz (Holz 7) vergleichbar. Dadurch verbinden Sie eine hohe Fehlerverzeihung mit ausreichend Distanz, um in wenigen Schlägen auf dem Grün zu sein. Die meisten 4er Hybrids bieten einen Loft zwischen 21° und 23°
  • Damen: Typischerweise beginnen Damen mit einer geringeren Schlaggeschwindigkeit als Herren, was sich auf das Flugverhalten der Bälle auswirken kann. Daher lohnt es sich zumeist, mit einem höheren Loft zu beginnen und ein gutes Gefühl für diese Schlägerart zu bekommen, bevor Sie sich weiter herunterarbeiten – und die Balldistanz nach ganz oben bringen. Beginnen Sie am besten mit einem Hybrid 5 und einem Loft zwischen 24° und 27°
  • Golfer mit sportlicher Vorerfahrung: Sind Ballsportarten und die Arbeit mit Ihren Armen nicht neu (man denke etwa an einen Hintergrund im Tennis oder im Baseball), können Sie sogar noch einen Schritt weiter gehen. Probieren Sie ein Hybrid 3 aus, das einen dynamischen Loft zwischen 18° und 20° bietet – so fliegt Ihr Golfball mitunter noch weiter, ohne dass Sie zu viel Fehlerverzeihung aufgeben müssen

Fazit – ein kurzer Überblick

Hybrid oder Driving Iron – bei der Auswahl dieser beiden Schläger scheiden sich oftmals die Geister. Wichtig ist, dass Sie sich mit Ihrer Schlägerauswahl wohl fühlen und sich mit einem guten Gefühl an den Golfball wagen. Zumeist profitieren Anfänger und Golfer mit einem höheren Handicap von Hybrids, während Fortgeschrittene mit einem Driving Iron fantastische Ergebnisse erzielen können. Die Auswahl hängt aber von vielen Faktoren ab und kann sich individuell entscheiden. Probieren Sie daher beide Schlägervarianten aus, bevor Sie sich final entscheiden – und Ihr Handicap mit dem neuen Begleiter weiter verbessern.

Foto: Depositphtoots.com @ Kzenon

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