Screen Golf

Screen Golf

Alles über die modernen Indoor-Golfsimulatoren

Was in den USA und in Korea schon lange zum Golftraining dazugehört, schwappt auch in den österreichischen und deutschen Golfsport über – so werden einfache Schlagnetze durch hochmoderne Golfsimulatoren ersetzt, um das Golfen zu jeder Tageszeit und in jeder Wetterlage möglich zu machen. Grundlage dieser Systeme ist üblicherweise das „Screen Golf“. Was Sie darüber wissen müssen, wo Sie Screen Golf finden und welche Hersteller für eine eigene Anlage infrage kommen, haben wir Ihnen in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.

Was ist „Screen Golf“?

Ist von „Screen Golf“ die Rede, so handelt es sich um hochmoderne Golfsimulatoren, die in einer speziellen Anlage fest verbaut sind. Sie bestehen aus einer Abschlagmatte, einem Bewegungsverfolgungsgerät und einem Bildschirm, in den der Ball geschlagen wird. Das hochkomplexe System sammelt dabei vielfältige Informationen zu Ihrem Schlag – von der Positionierung Ihres Körpers über die Ballgeschwindigkeit und die Flugbahn bis hin zum Spin, zur Distanz und zum Treffmoment. Möglich wird Screen Golf durch Infrarottechnologie und einen leistungsstarken Computer, der diese Daten auswertet und aufbereitet.

Während die ersten Screen Golfsimulatoren vor einigen Jahren noch recht ungenau waren, hat eine jahrelange Forschung und Weiterentwicklung inzwischen zu einer vertrauenswürdigen und zuverlässigen Methode für Indoor Golf geführt. So ist es ganz einfach geworden, eine Trainingsrunde im Innenraum zu spielen oder einige der beliebtesten und bekanntesten Golfplätze auf der Welt auszuprobieren – und das gänzlich digital. Gespielt wird dabei auf eine weiße Projektionsfläche, die die Eigenschaften eines Auffangnetzes und eines Bildschirms miteinander verbindet.

Die Vorteile von Screen Golf

Obwohl Screen Golf natürlich eine ganz andere Atmosphäre und Spielerlebnis als die Driving Range oder der Golfplatz „draußen“ hat, lassen sich einige Vorteile dieser Simulatoren nennen. Ganz oben auf der Liste steht, dass sie das ganze Jahr über benutzt werden können – Wetter, Witterung und Temperatur spielen im Innenraum des Indoor Golf keine Rolle. Sowohl Anfänger als auch Amateure und Profigolfer können davon das ganze Jahr lang profitieren.

Hinzu kommt, das Screen Golf die Analyse Ihres Golfspiels extrem einfach macht. Die präzisen Sensoren liefern sofort Feedback, was Ihren Schwung angeht – dadurch kann besonders gezielt trainiert werden. Das macht es möglich, an Ihren Schwächen und Stärken zu arbeiten, bevor es wieder an den nächsten Wettkampf geht. Auch Trainerstunden können am Simulator gebucht werden. Gleichzeitig sind Vernetzungen im Internet möglich, sodass das digitale Golfspiel zu einer sozialen Angelegenheit wird.

Golf gibt es seit fast 600 Jahren, sodass die neuen Entwicklungen – wie Screen Golf, Putting Simulatoren und Co. – eine spannende und innovative Art des Spiels darstellen. Das bringt nicht nur Modernität in den traditionellen Sport, sondern kann auch dafür sorgen, dass mehr Golfer teilhaben können.

Golfplatz, Hotel, zu Hause – wo ist Screen Golf zu finden?

Screen Golf wird nicht nur immer beliebter, sondern breitet sich in Österreich und in Deutschland auch immer weiter aus. Eine gute Anlaufstelle sind Golfclubs, die oftmals eine Indoor-Anlage für Golfsimulatoren bieten. Dort können Sie auch ausprobieren, ob Ihnen das simulierte Spiel auf eine Projektorfläche gefällt. Auch Hotels und Golfhotels rüsten stark auf, wenn es um Screen Golf geht – dort können Sie die Systeme stundenweise buchen und erleben.

Große „Indoor Domes“, die wie eine überdachte Driving Range aufgebaut sind, sind in Europa aber noch selten. Wer das nötige Kleingeld übrig hat, kann sich natürlich auch für eine eigene Anlage entscheiden. Die Preise sind stark vom Hersteller und vom Umfang des Golfsimulators abhängig.

Mehr als ein Simulator – der Aufbau von Screen Golf

Um ein Screen Golf System aufbauen zu können, werden gleich [b]mehrere Bauteile[/b] benötigt. In den meisten Fällen wird die gesamte Installation vom Hersteller oder von einem zertifizierten Unternehmen vorgenommen, da nicht nur die Montage, sondern auch die Kalibrierung herausfordernd sein kann. Üblicherweise besteht eine Screen Golf Anlage aus den folgenden Einzelteilen:

  • Launch Monitor: Der Launch Monitor gilt als Herzstück der Screen Golfanlage und ermöglicht Ihnen, die Ballflugdaten zu messen und die Schläge nachzuverfolgen. Zusätzlich stellt er die Umgebung dar, wenn Sie beispielsweise auf einem installierten Golfplatz spielen. Wichtig ist dabei, dass eine hohe Menge an Datenpunkten erfasst werden kann und es sich um einen genauen Monitor handelt. Auch die Art der implementierten Technologie und die Größe sind entscheidend
  • Simulationssoftware: Die Software ist genauso wichtig wie die Hardware – wenn nicht noch wichtiger. In Kombination mit dem Launch Monitor ist sie für das optimale Golferlebnis zuständig und bietet unterschiedliche Funktionen, Spielmodi und Einstellungen. Sie muss mit den anderen Bestandteilen des Screen Golfs kompatibel sein
  • Abschlagmatte: Nicht nur auf der Driving Range, sondern auch im Golfsimulator wird eine Abschlagmatte benötigt. Im Gegensatz zu den Outdoor-Varianten steckt mehr Technologie in diesen Bauteilen. Gleichzeitig erlauben sie das Aufteen eines Balls und schützen den Boden unter dem Screen Golf Simulator – während sie ganz nebenbei das Gefühl eines echten Golfplatzes nachahmen
  • Projektor: Mit dem Projektor werden die Simulation und der Ballflug auf den Launch Monitor übertragen, sodass dieses Bauteil einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Screen Golfanlage nimmt. Nicht zuletzt deswegen ist die Auswahl groß. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehören insbesondere die Auflösung, die Helligkeit und die Bildübertragungsrate
  • Netz und/oder Gehäuse: Um den Screen Golf Simulator optisch abzuschließen und den Raum von Querschlägern zu schützen, werden die meisten Systeme mit einem Netz und einem Gehäuse umgeben. So können Sie ganz normale Golfbälle verwenden und müssen nicht auf Schaumstoff- oder Plastikmodelle zurückgreifen
  • Computer oder Tablet: Schließlich wird noch ein Gerät zum Ausführen des Golfsimulators benötigt. Dafür kommen üblicherweise leistungsstarke Computer zum Einsatz, die mit der Hardware und der Software verbunden sind. Über ein Tablet erfolgt die zusätzliche Steuerung

Die bekanntesten Hersteller für Golfsimulatoren

Nicht nur die Zusammenstellung der einzelnen Bauteile für den Screen Golf Simulator, sondern auch die Hersteller spielen für das Golferlebnis und die Qualität der Anlage eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahren ist die Auswahl größer geworden, sodass sich sowohl Systeme für ein großes Budget als auch Varianten für kleinere Golfanlagen finden lassen. Bekannte Namen sind vor allem diese:

  • TrackMan: Der wohl bekannteste Name für Golfsimulationen und Datenauswertung ist TrackMan. Dieser Hersteller besticht durch höchste Qualität und viele Individualisierungen und gehört zu den hochwertigsten Vetretern
  • SkyTrak: SkyTrak ist hingegen auf der günstigeren Seite zu findet, eignet sich aber ideal als Einstiegsmodell mit limitierten Funktionen
  • Mevo+: Das lässt sich auch über Mevo+ sagen. Diese Modelle werden oftmals als Paket angeboten, sodass ein komplett abgestimmter Simulator zusammengestellt werden kann
  • Foresight Sports: Mit den Geräten von Foresight Sports schließt sich die Lücke zwischen Einstiegsmodellen und High-End Screen Golf

Darüber hinaus lassen sich noch viele weitere Unternehmen nennen, die sowohl in günstigen als auch in teuren Preisklassen angesiedelt sind. So lohnt sich beispielsweise ein Blick auf die Hersteller TrueGolf, GCQuad, aboutGolf und FullSwing sowie HD Golf. Oftmals werden komplette Systeme eines einzelnen Herstellers verwendet, um eine ideale Komptabilität gewährleisten zu können.

Eine eigene Screen Golf Anlage – diese Kosten sind üblich

Wer eine eigene Screen Golfanlage für zu Hause zusammenstellen möchte, kann daher auf einen breiten Pool an Systemen und Herstellern zurückgreifen. Zusätzlich brauchen Sie ausreichend Platz – schließlich soll beim Schwung nicht gleich die Zimmerdecke in Mitleidenschaft gezogen werden. Kleinere Einstiegssysteme (etwa von Mevo+ oder von SkyTrak) sind bereits zwischen 1.000 und 5.000 Euro zu haben.

Deutlich mehr Auflösung und Datenauswertung können Mittelklassemodelle bieten, die gleichzeitig die Genauigkeit erhöhen und größere Abschlagmatten mit sich bringen. Die Qualität des Projektors ist zumeist deutlich höher, was auch für den Preis gelten kann. Hier liegen Sie eher zwischen 5.000 und 10.000 Euro für eine komplette Anlage.

Schließlich gibt es noch High-End-Systeme beim Screen Golf, zu denen insbesondere TrackMan und FullSwing gehören. Solche Simulatoren sind mit jenen Geräten vergleichbar, die in Ihrem Golfclub oder sogar in der PGA zu finden sind. Das macht das Training nicht nur spaßig, sondern erfüllt auch hohe Ansprüche bei der Datenerfassung und -auswertung. Allerdings liegen die Kosten für einen kompletten Simulator schnell zwischen 10.000 und 50.000 Euro.

Die verschiedenen Bereiche des Screen Golfs

Der Begriff „Screen Golf“ lässt sich nur schwer vom „Indoor Golf“ trennen. Beide Bezeichnungen beziehen sich auf Golfsimulatoren, die sich im Innenbereich befinden und eine umfassende Analyse der Schläge und des Golfspiels möglich machen. Daher lässt sich in diesem Zusammenhang nicht nur der der Projektor und die dazugehörige Erfassungshardware, sondern auch Putting Simulatoren nennen.

Diese reichen von einfachen Bodenmatten mit Aussparungen für die Löcher und Fahnen bis hin zu komplexen technischen Systemen, die selbstständig analysieren, auswerten und Feedback geben. Einige moderne Putting Simulatoren erlauben sogar eine Anpassung des Untergrunds, sodass Sie unterschiedliche Bedingungen auf dem Green nachstellen können – so verbessern Sie nicht nur Ihr langes Spiel, sondern können auch rund um die Fahne glänzen. Als Beispiel lassen sich das Sam Putt Studio nennen.

Screen Golf – alle Infos im Überblick

Beim Screen Golf wird auf einen Bildschirm gespielt, der sowohl Golfplätze als auch Trainingssituationen simulieren kann – und das im überdachten Innenraum. Dank der umfangreichen Datenanalyse der Erfassungssysteme können Sie viel über Ihr Golfspiel lernen. Üblicherweise bestehen Screen Golfanlagen aus Abschlagmatte, einem Bewegungsverfolgungsgerät, einem Projektor und einem Bildschirm, die sich an einen Computer oder an ein Tablet koppeln lassen.

Foto: Depositphotos.com – SergeyAbramov

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